Bewegung hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Daraus folgt: Wer regelmäßig Sport treibt, erhöht das körperliche und seelische Wohlbefinden. Klingt logisch. Klingt machbar. Doch wenn es im eigenen Leben gerade nicht rund läuft, fällt es extrem schwer, Bewegung in den Alltag einzubauen und von den positiven Effekten zu profitieren.
Wie lässt sich das ändern?
Mit dieser Schlüsselfrage beschäftigten sich Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie entwickelten das Modellprojekt „BIG“ (Bewegung als Investition in Gesundheit) zur Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit. Dabei wollten sie insbesondere auch solche Frauen stärken, die durch die üblichen Bewegungsangebote nicht erreicht werden, z. B. wegen fehlender Kinderbetreuung, mangelnder finanzielle Ressourcen, Sprachschwierigkeiten, gesundheitlicher oder kultureller Einschränkungen. Ziel des Projekts war es, Sportangebote zu entwickeln, die niederschwellig, bedarfsorientiert und damit für alle nutzbar sind. Das Modellprojekt wurde beim Bundesministerium für Bildung und Forschung eingereicht und erhielt die Zusage für eine 5-jährige Förderung (2005-2007). BIG wurde daraufhin in vier Phasen umgesetzt:

BIG heute
Mit Ende der Förderphase hat die Universität 2008 die Koordination des BIG-Projekts an die die Stadt Erlangen übergeben. Am Lehrstuhl für Sportwissenschaft wurde ein BIG-Kompetenzzentrum errichtet, das weitere Kommunen bei der Umsetzung von BIG wissenschaftlich begleitet. Darüber hinaus werden auf Basis von BIG verschiedene Transfer- und Anschlussprojekte erfolgreich durchgeführt. Das BIG Projekt wurde 2012 mit dem 3. Platz des Mittelfränkischen Integrationspreises ausgezeichnet.
BIG lässt sich nur mit vereinten Kräften stemmen. Wir bedanken uns bei unseren Projektpartnern für die hervorragende Zusammenarbeit!

















